Martin Brandl: In Kooperation mit dem Saarland Medizin-Studienplätze schaffen weiterer Baustein zur Sicherung der ärztlichen Versorgung

27. Mai 2024
 
Dem Landtagsabgeordneten Martin Brandl (CDU) ist die Sicherung der hausärztlichen Versorgung ein großes Anliegen. So weist er auf die gemeinsame Initiative der CDU-Fraktionen in Rheinland-Pfalz und im Saarland hin, die in enger Zusammenarbeit den Ärztemangel bekämpfen wollen. In ihrem aktuellen Positionspapier fordern sie eine Erhöhung der Studienplätze in Humanmedizin an der Universität des Saarlandes in Homburg. Hier bestehen – anders als in Mainz - noch klinische Ausbildungskapazitäten. Diese zusätzlichen 100 Studienplätze sollen an Studierende vergeben werden, die sich zu einer mindestens zehnjährigen Tätigkeit im jeweiligen Bundesland (Rheinland-Pfalz oder Saarland) im Anschluss an das Studium bekennen. 
Das Interesse am Medizinstudium ist anhaltend hoch. Die Anzahl der Bewerbungen übersteigt die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze regelmäßig deutlich, und diese Studienplätze reichen bei Weitem nicht aus. Es gehen mehr Ärztinnen und Ärzte in den Ruhestand als nach einem Studium nachrücken können. Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz tue einfach zu wenig, um diese fatale Lücke zu schließen, beanstandet Brandl.
„Das ist keine Lösung, die kurzfristig greift, jedoch muss die Sicherung der ärztlichen Versorgung mit Weitsicht angegangen werden“, sagt Brandl. In seinem 5-Punkte-Plan für eine bedarfsgerechte medizinische und pflegerische Versorgung, den er zusammen mit Fachleuten und Praktikern entwickelt hat, findet sich ein Punkt mit demselben Ziel: Mit einem Stipendienmodell über Kreis, Kommunen und Wirtschaft will er Studierende unterstützen, die sich im Gegenzug dafür verpflichten, nach ihrem Abschluss eine gewisse Zeit im Kreis ärztlich tätig zu sein.
Die weiteren Punkte sind ein jährliches Gesundheitsforum, die Unterstützung von Netzwerkarbeit, wie die Südpfalz-Docs dies bereits ehrenamtlich praktizieren, die Unterstützung kommunaler Projekte insbesondere bauseits durch die betroffenen Verwaltungen und eine Intensivierung der Außenwerbung bei Medizinern für eine Tätigkeit im attraktiven Landkreis Germersheim.
„Bei der Sicherung der medizinischen Versorgung müssen wir zusammenarbeiten und alle Chancen, jeden Baustein nutzen“, so Brandl.
Weitere Informationen gibt es auch im Podcast: https://deezer.page.link/7pr31gidyadmNPuJ6